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Leiche Ceausescus exhumiert: Einschusslöcher in der Hose
Gerichtsmediziner entnahmen bei den Leichnamen des früheren Machthabers und seiner Frau Elena Gewebeproben, um deren Identität festzustellen. Das Paar liegt auf dem Bukarester Ghencea-Friedhof begraben. Ceausescus Nachkommen hatten die Prüfung der Leichname in den Gräbern verlangt. Sie bezweifeln, dass ihre Verwandten tatsächlich dort beerdigt wurden. Ein Gericht in der Hauptstadt hatte die Exhumierung schon 2008 genehmigt.
Mircea Opran, ein Schwiegersohn des Diktators, sagte dem rumänischen Sender "Realitatea TV", dass in dem Sarg nur noch Knochen und Kleider übrig geblieben seien. Er habe auch beobachtet, dass die bekannte Lammfellmütze des Diktators dabei gewesen sei. Die Mütze hatte der damals 71-Jährige während des Schnellverfahrens gegen ihn und bei seiner Erschießung getragen. Selbst in den Hosen seien Einschusslöcher.
Ceausescus drei Kinder, von denen nur noch Sohn Valentin (62) lebt, hatten von jeher Zweifel an der "Echtheit" der Gräber. Zur Beerdigung vom 25. Dezember 1989 gibt es keine Dokumente. Auch fehle ein schriftlicher Befehl dazu im Militärarchiv. Die Beisetzung der Ceausescus während noch tobender Straßenkämpfe hatte die Armee nach bisherigen Erkenntnissen in aller Eile und unter Geheimhaltung organisiert.
Bereits im Februar waren die Nachkommen des 1989 gestürzten Machthabers gegen ein Theaterstück vorgegangen. Wegen des Doku-Dramas "Die letzten Tage der Ceausescus" verlangten sie eine Entschädigung. Das Theater habe unrechtmäßig den Begriff "Ceausescu" verwendet. Den haben sich sein Sohn und dessen Schwager schon vor Jahren in Rumänien als Marke schützen lassen.
dpa
21.07.2010 | An den Anfang der Seite
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